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Projekt Aristoteles - Was erfolgreiche Teams ausmacht!

07. Januar 2020

Die von Google durchgeführte Studie ging der Frage nach, was genau ein Team effektiv macht. Die Namensentscheidung beruht auf dem Zitat des Philosophen Aristoteles, das lautet „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Die untersuchten Teams – eine Mischung aus insgesamt 180 hervorragenden und weniger leistungsstarken Teams – wurden auf ihre Zusammensetzung und die Gruppendynamik hin analysiert. Ein erster wichtiger Befund ergab sich relativ schnell, nämlich dass Teameffektivität weniger von den im Team befindlichen Personen abhing, sondern vielmehr von der Art und Weise, wie sie zusammenarbeiteten. Dabei identifizierten die Forscher in den herausragenden Teams immer wieder die gleichen Themen und legten die fünf häufigsten als Effektivitätssäulen fest, die im Folgenden geordnet nach absteigender Wichtigkeit aufgeführt sind:

  1. Psychologische Sicherheit: Dieser Parameter beschreibt, wie aufgehoben sich die einzelnen Teammitglieder fühlen. Vertrauen sie sich so, dass sie sich auch öffnen? Glauben sie mit ihren Ansichten gehört und als Mensch ernst genommen zu werden?
  2. Zuverlässigkeit: In zuverlässigen Teams sind alle Mitglieder dem Team verpflichtet, pünktlich zu sein und übernehmen Verantwortung.
  3. Struktur und Übersichtlichkeit: Die einzelnen Teammitglieder sollten sich im Klaren darüber sein, welche Erwartungen an sie gestellt werden, wie sie diese erfüllen können und auch an welchen kurz- und langfristigen Zielen das Team arbeitet.
  4. Sinn: Für die Teameffektivität ist auch wichtig, ob die Mitglieder eine Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit selbst oder deren Resultat sehen. Diese können sich individuell stark unterscheiden: finanzielle Sicherheit, Unterstützung der Familie oder Selbstverwirklichung des Individuums.
  5. Einfluss/ Effekt: Die Ergebnisse der eigenen Arbeit und dass diese einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens beitragen, ist ebenso wichtig.

Variablen, die in dieser Studie von Google keine Auswirkungen auf die Effektivität des Teams hatten, waren beispielsweise die räumliche Nähe der Arbeitsplätze, von Konsens getragene Entscheidungen, die individuelle Leistung der einzelnen Teammitglieder, Arbeitsumfang oder die Größe des Teams. Diese Variablen können jedoch – wie die Studienleiter des Projektes betonen – bei anderen Unternehmen durchaus eine Rolle spielen.